Spendeprogramm – Eizellspende, Embryonenspende, Samenspende

Sollte der Grund eines unerfüllten Kinderwunsches darin liegen, dass es zu keiner Produktion der Gameten bei Frau oder beim Mann kommt, gibt es die Möglichkeit der Eizellspende, der Samenspende oder der Embryospende.

Es ist uns klar, dass die Tatsache, dass das eigene Kind unter anderem auch das genetische Erbgut einer dritten Person miteinbringt für viele Patienten eine neue und manchmal stressige Situation mit sich bringt. Für die Patienten bestehen in einer solchen Situation meistens nur die Alternativen einer Adoption oder dem Leben ohne Kinder. Das Spendeprogramm ermöglicht in dieser Situation durch die Hilfe der Medizin ein Kind auszutragen und dem Kind schon vor der Geburt ein Stück sich selbst zu geben sowie sodann die Geburt des eigenen Kindes zu erleben. Die Patienten für welche ein Spendeprogramm indiziert ist, sollten über alle Aspekte des Spendeprogramms genau aufgeklärt werden, sodass sie eine fundierte Entscheidung treffen können.

In der Tschechischen Republik ist das Verfahren gesetzlich erlaubt, außerdem gibt es klare Richtlinien, was den Umgang mit den Spenderinnen betrifft. Diese dürfen nicht ausgebeutet und müssen medizinisch erstklassig versorgt werden. Zudem passiert die Eizellenspende anonym, d.h. weder die Spenderinnen noch die Empfängerinnen kennen die Identität voneinander.

Ablauf der Eizellenspende für die Spenderin

Wenn sich eine Frau dazu entschließt Eizellen zu spenden, wird sie zunächst ausführlich untersucht (Chromosomenanalyse und Untersuchungen zum Ausschluss von HIV, HBsAg, HCV, Chlamydien, Syphilis usw.) und aufgeklärt. Anschließend werden ihre Eierstöcke, mit Hilfe einer Hormonbehandlung stimuliert, um mehrere Eizellen zu gewinnen. Diese werden anschließend, im Rahmen einer Eierstockpunktion, entnommen, mit Sperma befruchtet und der Empfängerin eingesetzt. Die befruchteten Eizellen können auch für einen späteren Zeitpunkt konserviert werden.

Es gibt keine finanziellen Anreize für die Spenderinnen. sie erhalten ausschließlich eine geringe Aufwandsentschädigung und selbstverständlich werden die Behandlungskosten übernommen.

Ablauf der Eizellenspende für die Empfängerin

Im Vorfeld werden die notwendigen Untersuchungen (Hormonstatus, Spermiogramm, Ultraschalluntersuchung usw.) durchgeführt und allgemeine gynäkologische und gesundheitliche Informationen eingeholt. Grundsätzlich darf die Empfängerin einer Eizelle in Tschechien nicht älter als 50 Jahre alt sein.

Die Auswahl der Spenderin wird vom Arzt getroffen, der medizinische und phänotypische Parameter heranzieht sowie Anforderungen die das Empfängerpaar an die Spenderin stellt.

Wenn eine geeignete Spenderin gefunden wurde (1 Woche bis 1 Monat ), wird individuell eine Synchronisierung des Zyklen der Spenderin sowie der Empfängerin vorgenommen. Daraufhin wird die Gebärmutterschleimhaut der Empfängerin mit Medikamenten optimal auf den Transfer vorzubereiten.

Entweder werden nun die Spermien des Partners der Empfängerin oder die Spermien einer Samenspende aufbereitet und zur Befruchtung der Eizelle verwendet. Der anschließende Ablauf gleicht der regulären IVF. Das bedeutet, dass die befruchteten Eizellen kultiviert und anschließend allenfalls auf genetische Defekte untersucht werden. Schließlich findet der Embryonentransfer statt.